Wie kann sich ein Unternehmen digitalisieren?

Begrifflichkeiten

Was ist eigentlich damit gemeint, sein Unternehmen zu digitalisieren?

Wikipedia – Bitte hilf

In Wikipedia steht unter „Digitalisierung“:

Der Begriff Digitalisierung bezeichnet die Überführung analoger Größen in diskrete (abgestufte) Werte, zu dem Zweck, sie elektronisch zu speichern oder zu verarbeiten. Das Endprodukt oder Ergebnis der Digitalisierung wird mitunter als Digitalisat bezeichnet.
In einem allgemeineren Sinn kann mit Digitalisierung auch der gesamte Vorgang von der Erfassung und Aufbereitung bis hin zur Speicherung von analogen Informationen auf einem digitalen Speichermedium (z. B. einer CD) gemeint sein.

Quelle: Seite „Digitalisierung“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. Juli 2015, 21:27 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Digitalisierung&oldid=144186127 (Abgerufen: 29. Juli 2015, 13:58 UTC)

Diese Definition hilft uns nicht wirklich weiter.

Drei Fragen

Versuchen wir es mit den folgenden drei Fragen, die wir an ein beliebiges Unternehmen – also bspw. an ein Maklerunternehmen – und deren Mitarbeiter richten:

  1. Hat der Mitarbeiter noch eine zentrale Kundensicht?
  2. Verfügt der Mitarbeiter über einen zentralen Kommunikationsverlauf?
  3. Kann der Kunde seine Kundendaten und seinen „Kommunikationsverlauf“ einsehen?

Die Wirklichkeit

Hat der Mitarbeiter noch eine zentrale Kundensicht?

Jeder Mitarbeiter eines Unternehmens steht vor der Herausforderung, die notwendigen Kundendaten zentral zu besitzen.
Benötigt er diese Daten, dann muss er diese Daten oft mühsam zusammensuchen.
Häufig steht der Mitarbeiter vor der Herausforderung, dass er bzw. das Unternehmen die Kundendaten „verteilt“ hat.
Und zwar u.a.:

  • in Datenbanken von Kooperationspartnern
  • in den eigenen Extranets
  • in den sonstigen Extranets von Dienstleistern
  • in Outlook oder sonstigen Mailprogrammen
  • in eigenen speziellen Anwendungen
  • in sonstigen Dateien (z. Bsp. Access-Datenbank, Excel-Auswertungen)

Daraus folgt sehr oft, dass der Mitarbeiter keine zentrale Kundensicht besitzt.
Aber ohne Zugriff auf diese Informationen kann er seine vielfältigen Verpflichtungen nicht mehr gerecht werden.
Und der manuelle Aufwand, Informationen zu beschaffen, steht oft in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Verfügt der Mitarbeiter über einen zentralen Kommunikationsverlauf?

Besteht also die Möglichkeit, die „Kommunikation“ zwischen dem Kunden und dem Mitarbeiter zu archivieren.
Anders formuliert: Kann der Mitarbeiter die Kommunikation, die er in den letzten Jahren mit seinem Kunden geführt hat, zentral irgendwo einsehen?
Nun haben wir ja bereits festgestellt, dass der Mitarbeiter oft ohne zentrale Kundensicht arbeiten muss.
Und die Kommunikationsinhalte mit seinem Kunden hat er – analog zu den Kundendaten – in mehreren Systemen hinterlegt.

Kann der Kunde seine Kundendaten und seinen „Kommunikationsverlauf“ einsehen?

Kann der Mitarbeiter seinen Kunden die zentralen Kundendaten und den „Kommunikationsverlauf“ zur Verfügung stellen?
Nun hat der Mitarbeiter oftmals weder eine zentrale Kundensicht, noch einen archivierten Kommunikationsverlauf zur Verfügung.
Also muss man diese Frage wohl oder übel mit einem klaren NEIN beantworten.

Prognose: Einzelmakler werden 2020 die Ausnahme sein

Der Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky sagt über die Zukunft der Makler in procontra:

Viele klassische Makler haben berechtigte Angst vor der Digitalisierung, da auch ihre Konkurrenz wächst.
Es bedarf Synergien durch Zusammenschlüsse mehrerer kleiner Makler zu größeren Netzwerken.
Wie das konkret aussieht kann man heute nicht sagen.
Ich denke aber, dass der Einzelmakler in fünf Jahren die Ausnahme sein wird.

Quelle: Matthias Hundt, „Einzelmakler werden 2020 die Ausnahme sein“, http://www.procontra-online.de/artikel/date/2015/07/einzelmakler-werden-2020-die-ausnahme-sein/, Abrufdatum 29.07.2015

Lösungen gesucht

Mit der internetbasierten Kundenmanagement-Anwendung Mein Dialogsystem können Unternehmen die Kundendaten zentral verwalten.
Auch der Kommunikationsverlauf mit dem Kunden lässt sich dort archivieren.
Und jeder Kunde kann für den ebenfalls internetbasierten digitalen Kundenordner freigeschaltet werden.
Aber die Anwendung Mein Dialogsystem bietet mehr als eine normale Kundenmanagement-Anwendung.
Mit ihr lassen sich auch Prozesse zwischen Unternehmen digital abbilden.
Ein Beispiel dafür ist das Modul Expertennetzwerk.
Im Expertennetzwerk bieten Unternehmen sogenannte Expertisen an, die von anderen Unternehmen – Teamplayer genannt – nachgefragt werden.
Dabei sind sämtliche Prozessschritte digitalisiert und der Teamplayer ist immer über den aktuellen Bearbeitungszustand der von ihm in Auftrag gegebenene Expertise informiert.

Digitales Versicherungs-Expertennetzwerk

Das digitale Versicherungs-Expertennetzwerk schließlich ist eine spezielle Ausprägung des Moduls Expertennetzwerk, da die hier angebotenen Expertisen von Versicherungsmaklern erstellt werden.
Somit stellt das digitales Versicherungs-Expertennetzwerk eine von vielen Möglichkeiten dar, die eigene Digitalisierung zu entwickeln.

Fazit und Ausblick

Ich glaube der Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky irrt mit seiner Vorhersage, dass der Einzelmakler in 5 Jahren die Ausnahme sein wird.
Denn die Kompetenzen des Maklers werden im Markt stark nachgefragt.
Und ich bin davon überzeugt, dass die Einzelmakler sich in größeren Netzwerken zusammenschließen werden.

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